Vermutlich hat jeder Mensch Erinnerungen an die Familien-Alben, die ihn seit seiner Kindheit begleitet haben. Jede Familienfeier und jedes fröhliche Ereignis wurde fotografiert und somit für die Nachwelt erhalten. Auch wenn die Tage des klassischen Foto-Albums der Vergangenheit angehören zu scheinen, da die meisten Bilder heute digital gemacht und nicht mehr zwangsläufig auf Papier gedruckt werden, ist die Tradition des Fotografierens wohl heute lebendiger denn je. Die Frage, die sich angehende Hobby-Fotografen heute stellen, ist nicht mehr digital oder analog, sie ist in den meisten Fällen eher, welches Modell es sein soll. Die verbesserte Technik erlaubt es heute, eine leistungsstarke Kamera erwerben zu können, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen oder immer eine schwere Tasche mit sich zu schleppen. Obwohl die Geräte immer kleiner und besser werden, stellt sich natürlich immer noch die Frage, wie man die Kamera findet, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Was für Digitalkameraarten gibt es?
Der Hauptunterschied bei Digitalkameras liegt für gewöhnlich in der Bauweise. Die beiden wichtigsten Arten sind hierbei Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras. Der Hauptunterschied in der Arbeitsweise liegt darin, dass eine Spiegelreflexkamera über ein recht kompliziertes System von Spiegeln verfügt, die das Licht direkt vom Objektiv in den Sucher leitet. Der Benutzer bekommt hier also ein exaktes Abbild dessen, was später auf dem Foto zu sehen sein wird. Allerdings ist die Herstellung recht aufwendig und dadurch steigt natürlich auch der Preis. Eine Kompaktkamera hat hingegen einen Sucher, dessen Vorschau das fertige Bild nur annäherungsweise wiedergeben kann. Bei analogen Geräten konnte man diesen Unterschied noch direkt bemerken, bei ihren digitalen Nachfolgern wird das Bild meist auf einem Display betrachtet, was den Unterschied nicht so offensichtlich werden lässt. Der Preisunterschied macht sich aber auch in der restlichen Ausstattung bemerkbar. Eine digitale Spiegelreflexkamera hat in der Regel wesentlich mehr und bessere Möglichkeiten, die Einstellungen der Kamera selbst vorzunehmen. Darüber hinaus haben Spiegelreflexkameras auch kein festes Objektiv. Hier müssen zusätzliche Objektive benutzt werden. Das erhöht zwar die Qualität, ist aber ein zusätzlicher Kostenfaktor.
Was sind die Vorteile einer Kompaktkamera?
Die Vorteile einer Kompaktkamera sind daher in erster Linie ihr Preis und ihre platzsparende Bauweise. Durch das bereits in die Kamera eingebaute Objektiv, das im abgeschalteten Zustand in die Kamera gefahren wird, lässt sich das Gerät in praktisch jeder Jackentasche transportieren. Benötigt man für eine Spiegelreflexkamera in der Regel eine Tasche für die Kamera und gegebenenfalls noch eine zusätzliche für die Objektive, hat man eine Kompaktkamera immer griffbereit. Durch verschiedene komfortable Automatikfunktionen und einen eingebauten Blitz sind die meisten Kompaktkameras darüber hinaus äußerst einfach zu bedienen. Möchte man nur einen schnellen Schnappschuss machen, muss man nicht lange nach den richtigen Einstellungen suchen und kann Leute auch fotografieren, ohne sie lange aufhalten zu müssen.
Worauf ist beim Kauf einer Kompaktkamera zu achten?
Das Hauptkriterium bei der Wahl einer Kamera ist für viele Kunden sicher die Zahl der Megapixel. Diese Zahl bestimmt die Auflösung und damit die Qualität der Fotos. Vereinfacht gesagt gilt hier, je höher die Zahl der Megapixel desto höher ist auch die Auflösung und damit die Qualität. Allerdings ist die Zahl möglicher Pixel durch den von der Kamera verwendeten Bildsensor begrenzt, was vom Hersteller nur umgangen werden kann, wenn er die Größe der Pixel reduziert. Es kann also in der Praxis durchaus sein, dass eine Kamera mit weniger Megapixeln eine höhere Auflösung hat als eine mit mehr Megapixeln. Der Käufer sollte sich hier also am besten vorab ein wenig informieren und sich Gedanken machen, welche Auflösung er wirklich braucht. Mittlerweile sind Werte von 10 Megapixeln und mehr bereits Standard und für eine Kompaktkamera sollte das in der Regel auch ausreichend sein. Neben der Auflösung sollte die Bedienung eines der wichtigsten Kriterien beim Kamerakauf sein. Automatikfunktionen wie ein Autofokus oder ein Bildstabilisator sind im besten Fall vorhanden, lassen sich aber auf Wunsch auch deaktivieren. Damit ist der Fotograf immer auf der sicheren Seite und kann sich sowohl experimentierfreudig zeigen als auch auf Nummer sicher gehen und der Kamera alle wichtigen Entscheidungen überlassen. Viele Geräte verfügen außerdem über sogenannte Motivprogramme, die sich auf Wunsch anwählen lassen und für bestimmte Situationen gedacht sind. Wer also beispielsweise weiß, dass er viel im Skiurlaub fotografieren möchte, kann sich einigen Ärger ersparen, wenn er darauf achtet, dass seine Kamera einen Modus besitzt, der ihm dabei hilft, im Schnee zu fotografieren.
Welches sind bekannte Kompaktkamera-Hersteller und was kosten aktuelle Modelle?
Kompaktkameras gibt es von verschiedenen Herstellern. Die Firmen Samsung, Sony, Panasonic, Canon oder Nikon gehören vermutlich zu den bekanntesten. Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gefallen, während die Leistung stetig zugenommen hat. Die Geräte, die vor wenigen Jahren noch zu den besten gehörten, sind heute im Grunde schon längst überholt. Wer heute eine gute Kompaktkamera sucht, kann dabei schon unter 100 Euro fündig werden. Nach oben sind hier natürlich so gut wie keine Grenzen gesetzt, aber wenn man sich für den gleichen Preis auch schon eine Spiegelreflexkamera kaufen könnte, sollte man diese Möglichkeit vielleicht auch in Erwägung ziehen. Wer außerdem ein wenig Geduld hat und regelmäßig ein Auge auf Sondergebote wirft, kann unter Umständen das Glück haben, eine hochwertige Kompaktkamera für einen Preis zu bekommen, der teilweise schon bei 50 Euro liegen kann.
Wo findet man Testberichte zu Kompaktkameras bzw. wo kann man sich informieren?
Nachdem man sich entschieden hat, welche Auflösung und welche Funktionen man von seiner Kamera erwartet, sollte man sich informieren, welche Modelle infrage kommen. Zum einen eignen sich dafür natürlich die Angaben des Herstellers, die man sowohl auf deren Homepage als auch bei den Händlern finden sollte, die diese Kamera anbieten. Wer mehr erfahren möchte als nur die nackten Zahlen und nüchternen technischen Fakten, kann auch zahlreiche Tests und Produktbewertungen finden. Fachzeitschriften führen regelmäßig Tests durch, die sie oft auch kostenlos im Internet zu Verfügung stellen. Seiten wie Chip.de oder computerbild.de können also eine gute erste Anlaufstelle sein. Die Stiftung Warentest hält außerdem einige Bewertungen bereit. Darüber hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit, sich Produktbewertungen von anderen Kunden anzusehen. Auf weiteren Internetportalen bieten zumindest für die meisten Produkte Kundenrezensionen, die teilweise Dinge berücksichtigen, die in professionellen Tests selten zur Sprache kommen, eine Entscheidung aber ernsthaft beeinflussen können.